Josef Koch vom Bitcoin Magazin Investmentpool verspricht 10 % Rendite im Vierteljahr. Er habe “es selbst so geschafft.“ Sein Sitz auf den Philippinen (© Google Street View Oktober 2022) sagt alles.

Impressums-Adresse des Bitcoin Magazin Investmentpools von Josef Koch Buyong Road 1-50 6015 Cebu Philippines © Google Street View Oktober 2022

„Wieder mal ein typischer Dummenfang, oder“, fragte ein User und gab in der Frage gleich die richtige Antwort.

Der User hatte dieser Tage einen Sonder-Newsletter von einem „Team des Bitcoin Magazins“ von der philippinischen Pazifik-Insel Credo im E-Mail-Postfach.

Der Sonder-Newsletter wirbt zunächst einmal für eine Schritt-für-Schrittanleitung zu einer schnellen Rente. Für 97 Euro könne man vom Bitcoin Magazin ein eBook mit dem Titel „Finanziell unabhängig in 24 Monaten“ kaufen. Auf neun Seiten würde der Autor auch Anfängern erklären, wie man statt 25 Jahre zu sparen in nur zwei Jahren eine Rente erwirtschaften könne, mit der man im warmen Ausland gut leben könne.

 

Wie geht das?

 

Der Autor erklärt im Sonder-Newsletter: „Einfach eine Kombination von Investment und dem Zinseszins-Effekt. Die Werte ergeben sich dann quasi automatisch. Wenn man also zum Beispiel  25.000 Euro investiert und 5 % im Monat an Ertrag bekommt, so sind das eben 1.250 Euro. Das ist also eigentlich kein Geheimnis, sondern nachvollziehbare Mathematik.

Und wenn man monatlich 350 Euro spart und einmalig zu Beginn zum Beispiel 1.000 Euro, so sind das nach 25 Monaten auch runde 21.000 Euro, was bei 5% eine ‘Rente von 1050 Euro’ bringt. Damit kann man in vielen Ländern dieser Welt schon sehr gut leben.

 

Das Bitcoin Magazin behauptet: „Der Autor hat es selbst so geschafft.“

 

Im Impressum des eBooks vom Bitcoin Magazin steht ein Josef Koch. Gibt man seine angegebene Adresse Buyong Road 1-50 in 6015 Cebu auf den Philippinen ein, spuckt Google Street View  eine Gegend mit Bierspelunke und heruntergekommene Häusern mit verrosteten Gittern und Blechdächern aus. 

Will man so leben?

 

Der User bat uns: „Hallo Gomopa, schaut Euch den Newsletter einmal ein und teilt doch bitte Eure Einschätzung mit? Innerhalb kurzer Zeit zur Rente, Wahnsinn! :)“

Ja, lieber User, auch nach unserer Meinung ist es ein typischer Dummenfang.

Josef Koch hat angeblich im August 2022 einen Bitcoin Magazin Investmentpool gegründet

 

Sein Lockruf „Unsere Leistungen“ im Bitcoin Magazin Investmentpool: Wer ein Konto eröffnet und da 1.500 Euro einzahlt, bekommt in 50 bis 68 Tagen eine feste Rendite von 10 Prozent. Nach drei Monaten könne jeder das Konto wieder kündigen. Die Auszahlung erfolge eine Woche später. Seit dem 4. Januar 2023 sei auch ein Reinvest und eine monatliche Auszahlung der Rendite möglich. Es seien 2 Konten vom selben Antragsteller möglich.

 

In was wird alles investiert?

 

Josef Koch: „Wir investieren sowohl online als auch offline in folgende Bereiche

Online: Masternodes / Defi (dezentrale Finanzen) / Staking von Coins / Anlage in stark unterbewertete Coins aus den Top 100 Ranking.

Eigener Profispieler in Online-Casino mit geringen Risiken (letzte 3 Monate über 9% mtl.) 

Offline: Kreditvergabe gegen Sicherheit an Kleinunternehmen vor Ort Kredite zum Wareneinkauf für Händler vor Ort, wo wir dort auch wissen wozu das Kapital verwendet wird.“

 

Welche Rendite bringt denn der Pool eigentlich?


 
Josef Koch: „Seit der Gründung des Pools Anfang August 2022 haben wir jeden Monat zwischen 4,9 und 5,6 % Erträge erwirtschaftet. Dies ist ein Mix aus den Online und Offline Investments des Pools. In den obigen Erträgen ist unser Anteil (wir zahlen 85 % aller Erträge aus) bereits berücksichtigt.”

 
Gibt es ein Login oder Kontoauszüge?


 
Josef Koch: „Aus Sicherheitsgründen haben wir aktuell noch keinen Onlinezugang. Ab dem 01.04.2023 senden wir monatliche Kontoauszüge. Sie können als Kunde bei Fragen auch jederzeit den Support per WhatsApp und Telegram erreichen.“

Fazit: Wer unbedingt will, dass sich Josef Koch auf den Philippinen eine bessere Wohngegend leisten kann, kann ja in den Bitcoin Magazin Investmentpool Geld hineinwerfen. Nun denn… (Peter Stracke)

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